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Internationales Symposium im Rahmen der Ausstellung JOSEF HOFFMANN. Fortschritt durch Schönheit
Internationales Symposium im Rahmen der Ausstellung JOSEF HOFFMANN. Fortschritt durch Schönheit

Am 17. und 18. 3. findet im Vortragssaal des Museums für angewandte Kunst – MAK ein zweitägiges Symposium zum Leben und Werk Josef Hoffmanns, einem der bedeutendsten Architekten und Designer des 20. Jahrhunderts statt. Internationale Expert*innen werden sowohl die Bedeutung von Hoffmanns Werk für die heutige Zeit als auch neue Erkenntnisse präsentieren, die aufgrund der dreijährigen Forschungstätigkeit zur Ausstellung JOSEF HOFFMANN: Fortschritt durch Schönheit erarbeitet wurden.

Josef Hoffmann (1870 – 1956) wurde in der mährischen Stadt Pirnitz geboren. Nach seinem Studium in Brünn wurde er an die Akademie der bildenden Künste in Wien aufgenommen, an der er u.a. auch unter Leitung Otto Wagners, einem der Begründer der modernen europäischen Architektur, studierte. Zusammen mit Wagner und anderen gründete Hoffmann die Künstlervereinigung Secession. Später wandte er sich jedoch der britischen einfachen, geometrischen Bildung zu, in diesem Stil entwarf er beispielsweise das Sanatorium in Purkersdorf. Überdies bewunderte Hoffmann auch den Biedermeierstil und die antike Architektur.

1903 gründete Hoffmann die Wiener Werkstätte, für die er moderne Schmuckstücke, Geschirr, Vasen oder auch Möbel entwarf. Als Architekt konzentrierte er sich vor allem auf die Projektierung der Familien-Villen, wobei er sich darum bemühte, dass der Bau mit den von ihm entworfenen Interieuren harmonisch korrespondierte. So ein komplexes Bauwerk stellt das Palais Stoclet in Brüssel dar, das seit 2009 zum UNESCO-Kulturerbe gehört. Hoffmanns Bauwerke lassen sich jedoch auch in der Tschechischen Republik finden, beispielsweise das Ferienhaus für Otto Primavesi in Winkelsdorf, die Villa für Sigmund Berl in Freudenthal oder die Villa für Fritz Grohmann in Würbenthal.

Josef Hoffmann, der Mitbegründer der Wiener Secession, ein revolutionärer österreichischer Architekt, dessen Werk in die Geschichte der Kunst eingegangen ist, verstarb 1956 in Wien.

Das MAK veranstaltete bereits 1987 eine Ausstellung zum Leben und Werk Josef Hoffmanns, nach der auch die Zusammenarbeit mit der Mährischen Galerie in Brünn intensiviert wurde, die als Mitorganisator des aktuellen Symposiums wirkt. Auf die Besucher*innen des Symposiums warten Vorträge zu Themen wie Josef Hoffmann und die Avantgarden, sein sozialer Wohnbau, Hoffmanns Leben und Werk in der Zeit des autoritären Regimes u.a.

Das Symposium wird in deutscher und englischer Sprache abgehalten.

Eintritt frei / Anmeldung erforderlich / begrenzte Teilnehmer*innenzahl

Ausführliche Informationen zum Symposium finden Sie HIER

Reservierung notwendig!
Name der Ansprechperson: Museum für angewandte Kunst
E-Mail Adresse der Ansprechperson: office@MAK.at
Telefonnummer der Ansprechperson: +43 1 711 36-248

Eintritt frei!

Datum

18. März 2022
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Zeit

09:00 bis 15:15

Ort

Museum für angewandte Kunst, Vídeň, Rakousko
Weiskirchnerstraße 3, 1010

MAK-Vortragssaal