Ausstellung von Souad Mani & Emily Sarsam
kuratiert von Christine Bruckbauer und Aline Lenzhofer
Für Savage Roses الورود البرية untersuchen Emily Sarsam und Souad Mani die Auswirkungen groß angelegter Extraktionsprojekte in der Region Tataouine im Süden Tunesiens auf das Ökosystem und herkömmliche landwirtschaftliche Nutzungsweisen.
In dem Ausstellungsprojekt, das in Wien startet und 2027 in Gabes Fortsetzung findet, stellen die Künstlerinnen der Förderung fossiler Energieträger in der vermeintlich „öden Mondlandschaft“, lokale Bodennutzungspraktiken und gemeinschaftliche Rituale, wie Nahrungszubereitung oder Wollverarbeitung gegenüber.
Mit einer Installation aus Textilarbeiten, Video und Sound lassen Emily Sarsam und Souad Mani kollektive Handlungen, unter anderem als Khollita bekannt, aufleben und schaffen gleichzeitig Bezüge zu den romantisierenden floralen Namen der Gas- und Ölgewinnungsanlagen in Südtunesien.
Zwischen Extraktion und Commoning, Invasion und Widerstand deutet Savage Roses den im kolonialen Kontext negativ bewerteten Begriff des „Wilden“, um, indem sie die Bedeutung der wüstenhaften Region als Quelle für Nahrung und kollektives Handeln hervorheben.
Preis: Freie Spende