Beseder, Verein für darstellende und bildende Kunst
Was hast du für Gefühle, Moritz? Homosexuelle Liebe und ihre Bestrafung unterm Hakenkreuz

Liebe und Strafe. Josef Kohout, Franz Doms und Walter Arlen. Drei junge Männer aus unterschiedlichen Schichten, die eine Gemeinsamkeit haben: Sie lieben das eigene Geschlecht. Eine kurze Zeit lang haben sie die Möglichkeit ihre Neigung auszuleben – so lange bis im Hitlerregime ihre Liebe mit dem KZ, mit Folter und manchmal mit dem Tod bestraft wird. In der Lesung wird der Fokus auf ihre Liebesgeschichten, auf ihr Schicksal und auf ihre Bestrafung gelegt.

Ein alter Mann, der überlebt hat und ein junger Mann, dessen Leben jäh endet, begegnen einander in einer Geschichte von Verfolgung, Folter und Tod.

Frei nach der ersten homosexuellen Hymne „Das lila Lied“ stellen wir die Frage: Sind sie wirklich so „anders als die anderen“?

Franz Doms *27.03.1922, Wien bis + 07.02. 1944

wurde im Alter von 21 Jahren im Landesgericht Wien hingerichtet. In „Franz – Schwul unterm Hakenkreuz“ erzählt Jürgen Pettinger die Geschichte eines Leopoldstädter Jugendlichen zwischen Heranwachsen, Stricher- Dasein und Todeszelle.

Josef Kohout * 25.01.1915 Wien, +23.03.1994

1972 veröffentlichte Johann Neumann unter dem Pseudonym Heinz Heger mit „Die Männer mit dem Rosa Winkel“ die Erinnerungen Josef Kohouts an seine Verhaftung und Internierung in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten. Es war dies der erste Bericht eines Homosexuellen, der in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde. Josef Kohout, in kleinbürgerlichen Verhältnissen im Alsergrund aufgewachsen, überlebte die KZ Sachsenhausen und Flossenbürg und kämpfte bis zu seinem Lebensende um Anerkennung seiner Haftzeit.

Walter Arlen *31.7.1920 +2.9.2023

War ein österreichisch-amerikanischer Musikkritiker, Musikpädagoge und Komponist aus einer Ottakringer

Kaufhausfamilie. Aufgrund seines Jüdischseins zur Emigration gezwungen, erinnerte er sich im Dokumentarfilm

„Eldorado – Alles, was die Nazis hassten“ an Lumpi, seine im KZ ermordete erste große Liebe.

 

Paul O‘ Montis (*1894 – +1940 im KZ Sachsenhausen) gehörte in den „goldenen 20ern“ zu den Stars der

deutschsprachigen Kabarettszene. Seine Aufnahmen wie „Was hast du für Gefühle, Moritz“ bilden den musikalischen Rahmen des literarischen Programms. Er trug den rosa Winkel und fiel den Nazis zum Opfer.

 

 

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Preis: Freie Spende

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Datum

27. September 2024
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Zeit

19:30 bis 21:00

Ort

tiempo nuovo, genußbuchhandlung
Taborstraße 17a, 1020

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